Allgemeines zum Thema Kaminofen 



Stärke und Feuerbeständigkeit der Materialien, insbesondere im Brennraum, entscheiden über die Lebensdauer Ihres Kaminofens. Je stärker das Material der Feuerraumwandung ist, desto stabiler ist der ganze Ofen. Die Stahlstärke sollte mind. 4mm betragen. Die Schamottesteine sollten mindestens 3 cm dick sein.
Alternativ bietet sich für die Feueraumgestaltung stabiles Gußeisen an. Gußeisen ist hochhitzebeständig und verformt sich nicht. Zunehmend werden für die Auskleidung auch neuartige Materialien verwendet, wie Skamol oder Vermikulite. Diese finden bei besonders hochwertigen Öfen Verwendung.
Stabile Ofentüren
Verwindungsfreie Ofentüren aus starken Materialien sind für einen dauerhaften Qualitätsstandard Ihres Kaminofens besonders wichtig.
Glastürhinterlüftung
Glastüren am Ofen können nur dann einigermaßen sauber bleiben, wenn für eine ausreichende Frischluftspülung gesorgt wird. Je dichter der Frischluftschleier vor die Glasfläche geführt wird, desto besser werden Rauch und Ruß von dieser ferngehalten.  
 
 
 

Verbrennung
Brennstoffausnutzung
Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet wirtschaftliches Heizen und gute Brennstoffausnutzung.
Vorgewärmte Nachverbrennungsluft führt zur vollständigen Verbrennung der Heizgase. Die Feuerraumgröße sollte in Breite, Tiefe und Höhe auf Holzscheitmaß begrenzt sein, um eine gute Wärmerückstrahlung von der Feuerraumwandung auf das Brenngut zu erzielen.
 Um die Wärmerückstrahlung auf das Brenngut zu erhöhen, sollte die über dem Feuer liegende Rauchwendeplatte aus hochhitzereflektierendem Material bestehen, dies fördert auch die Nachverbrennung im oberen Flammenbereich. 
Wichtig ist es zu wissen, daß ein Ofen mit oberem Anschluß immer besser zieht und einen höheren Wirkungsgrad erzielt. 
 
Raumheizvermögen
Je größer der wärmestrahlende Ofenkörper ist, desto niedriger wird die Oberflächentemperatur beim Heizen und desto gesünder ist die Wärmeabgabe. Die Wärmespeicherung des Ofens wird optimiert, je größer die Masse und das Gewicht des Ofens sind.
 
Umweltschutz
Unsauber brennende Feuerstätten für Holz und Kohle tragen heute wesentlich zur Verunreinigung der Atmosphäre d.h. auch unserer Atemluft bei. Eine gute Verbrennung mit hohen Temperaturen, ausreichender und richtig plazierter Verbrennungsluftsteuerung in den Feuerstätten ist die Priorität, um auch künftig mit Festbrennstoffen zu heizen. Die Senkung der CO-Werte, des Staubauswurfs u.a. ist bei hochentwickelten Kaminöfen im Gegensatz zu anderen Holzfeuerstätten besonders gut möglich. Grundvoraussetzung einer sauberen Verbrennung bleibt natürlich der Einsatz des richtigen , trockenen und schwefelarmen Brenngutes! Zusätzlich bestimmt eine gründliche Verbrennung der Rauchgase auch wesentlich den Wirkungsgrad einer Feuerstätte. 
 
Verbrennungsphasen
 
Anheiz- oder Trocknungsphase
Das im lufttrockenen Holz noch vorhandene Wasser (ca.15-17 %) wird verdampft. Dies geschieht bei Temperaturen von ca. 100° C. Dazu muß dem Holz in der Anheizphase Wärme zugeführt werden; dies wird durch schnell abbrennendes Holz ( kleine Tannholzscheite) oder durch Feueranzünder erreicht
 
Entgasungsphase
Bei Temperaturen zwischen 100° C und 150° C setzt - zunächst langsam- die Aufspaltung und Vergasung der im Holz enthaltenen Inhaltstoffe und die thermische Zersetzung des Holzes ein. Oberhalb von 150 ° C steigt die Gasentwicklung dann stark an. Der Anteil der flüchtigen Bestandteile beträgt etwa 80% der Holzsubstanz.
Die eigentliche Verbrennung beginnt mit der Entzündung der entsprechenden Gase bei ca. 225° C und der Freisetzung der Wärme. Dazu muß ausreichend Sauerstoff vorhanden sein.
Bei ca.300°C ist der Höhepunkt der Verbrennung erreicht. Der Reaktionsablauf ist jetzt so stürmisch, daß hier die größten Wärmemengen freigesetzt werden.
 
 Ausbrandphase
Nach dem Abbrand der flüchtigen Bestandteile bleibt die Holzkohlenglut zurück.Diese verbrennt langsam, fast ohne Flamme bei einer Temperatur von ca. 800°C. Diese Vorgänge laufen in einem Holzfeuer jedoch nicht nur nacheinander, sondern auch gleichzeitig ab.
 
Wichtig: Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzufuhr während der einzelnen Verbrennungsphasen durch richtige Bedienung der Luftschieber. Versuchen Sie nicht die Verbrennung durch Verminderung der Luftzufuhr zu verlangsamen. Dies führt zu einer unvollständigen Verbrennung und damit zu einer Brennstoffverschwendung und hoher Umweltbelastung.